Schlagwort-Archive: Friedrichshain

Sehr geehrter Herr Senator Henkel: Keine Räumung des Oranienplatzes!

Die drei Bundestagsabgeordneten von Friedrichshain/Kreuzberg haben sich in einem offenen Brief an Innensenator Henkel gewandt und eine Räumung des Flüchtlingscamp auf dem Oranienplatz abgelehnt.

„Sehr geehrter Herr Senator Henkel,

seit Jahrzehnten setzen sich politische Gruppen und Initiativen in Deutschland für die Stärkung der Rechte von Menschen ein, die aus ganz unterschiedlichen Beweggründen aus ihren Heimatländern geflüchtet sind und in anderen Ländern Schutz und Asyl suchen. Ihre Kritik und ihr Protest richten sich unter anderem gegen die Asylbedingungen und gegen die Umstände, denen die Geflüchteten hierzulande ausgesetzt sind. Auf dem Oranienplatz in Kreuzberg hat sich seit den letzten Monaten eine besondere Form dieses Protests herausgebildet: Hier protestieren die Geflüchteten selbstorganisiert mit Unterstützung von Initiativen, Bündnissen und Einzelpersonen gegen die hiesigen Asylbedingungen. Die dort organisierten Geflüchteten betrachten das Camp bewusst als einen öffentlichen Ausdruck ihres Protests – und dies in der Mitte unserer Stadt und nicht abgeschottet am Rand selbiger.

Von Ihnen, Herr Henkel, ist ein Räumungstermin auf den 18. Januar des nächsten Jahres festgelegt worden.

Uns Bundestagsabgeordnete eint die Sorge, dass es zu einer weiteren Eskalation der Lage, wie sie etwa durch eine Räumung des Oranienplatzes entstünde, kommt. Der Oranienplatz ist für die Geflüchteten und ihre Unterstützerinnen und Unterstützer ein wichtiger und legitimer Ort des Protests und soll nach unserem Dafürhalten in seiner angedachten Form erhalten bleiben. Es bedarf daher einer gemeinsamen und nachhaltigen Lösung aller Beteiligten: der protestierenden Geflüchteten und Unterstützer_innen, der Anwohner_innen und von Seiten der Verwaltung.

Wir bitten Sie deshalb dringend, sich einem Austausch zwischen allen Beteiligten und den politischen Verantwortlichen auf Bezirks-, Landes- und Bundesebene, wie er auch von der Bezirksbürgermeisterin vorgeschlagen wurde, nicht zu verweigern und von der angekündigten Räumung des Oranienplatzes abzusehen. Wir fordern Sie auf, sich einer Teilnahme an einem Runden Tisch, wie z.B. von der Caritas angekündigt, nicht zu verschließen und sich an der Suche nach konstruktiven Lösungen zu beteiligen.

Mit freundlichen Grüßen

Cansel Kiziltepe

Hans-Christian Ströbele

Halina Wawzyniak “ Quelle

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AKJ Berlin: BERICHT ZUR BEOBACHTUNG DER SILVIO-MEIER-DEMO AM 23. NOVEMBER 2013 IN BERLIN

BLOG DES ARBEITSKREISES KRITISCHER JURISTINNEN UND JURISTEN AN DER HUMBOLDT-UNIVERSITÄT ZU BERLINVon Pyrotechnik, Polizeispalieren und Policoptern

„Am 23. November 2013 fand in Berlin-Friedrichshain eine antifaschistische Demonstration zum jährlichen Gedenken an den vor 21 Jahren von Neonazis ermordeten Silvio Meier statt. Antifaschistische Demonstrationen sind in besonderem Maße polizeilichen Repressionen ausgesetzt. Aus diesem Grund führte der arbeitskreis kritischer juristinnen und juristen an der Humboldt-Universität zu Berlin (akj-berlin) gemeinsam mit dem Komitee für Grundrechte und Demokratie eine Demonstrationsbeobachtung mit 18 Beobachter_innen durch.

Auch wenn in diesem Jahr nur Berliner Polizeieinheiten eingesetzt waren, prägten diese mit massiven Kräften über weite Strecken das Erscheinungsbild der Demonstration nach außen hin. Zum Ende der Demonstration kam es zu rabiat durchgeführten Festnahmen und zu gewalttätigen Rangeleien mit den Teilnehmer_innen.

Vor der eigentlichen Demonstration fand zwischen den U-Bahnhofausgängen Samariterstraße ab 15 Uhr eine Kundgebung statt. Bereits eine halbe Stunde zuvor begann die Polizei an den Seitenstraßen zur und auf der Frankfurter Allee mit umfangreichen und sehr penibel durchgeführten Vorkontrollen. Dabei wurden Taschen und Jacken durchsucht, Hosen abgetastet, Mützen und Kapuzen kontrolliert. Auch Transparente mussten entrollt werden, T-Shirts und Plakate wurden auf strafbare Slogans hin untersucht. Auffällig war, dass bei den Personenkontrollen sehr wenig Beamtinnen eingesetzt waren. Weibliche Teilnehmerinnen mussten daher teilweise an den Kontrollstellen warten. …“

Der ganze Beitrag

Musik und Kunst Festival im Herzen von Berlin Friedrichshain: Setalight Festival 2013

„Independent Alternative Musik von Rock, Heavy, Comedy, Singer Songwriter, Stonerrock, Folk, Electro und Noise/Ambient bieten wir eine schicke Bandbreite an Musik und Kunst. Sei Offen, sei dabei! – Das ist unser Motto.“

Wo: Laskerstr. 5 (Markgrafendamm), 10245 Berlin am S-Bhf Ostkreuz im Friedrichshain.
Wann: 7. September 2013 ab 14.00 Uhr
Was: „3 Floors“ All For your ears-Dude…!

1. Open Air Bühne mit 10 Live Acts aus dem Bereich Rock, Stoner, Heavy, 70s,

2. Cafe Lounge: Acts aus dem bereich Singer/Songwriter, Folk, Comedy.

3. Tiefgrund: Acts aus dem Bereich Electro, Dark, Ambient, Noise

4. Kino

Mehr Infos und Tickets

Was macht Hasselhoff an der East Side Gallery?

das #Grauen hat ein Gesicht, der Trash eine Stimme, Entsetzen ein Event….

Nachdem der „Superstar“ Hasselhoff maßgeblich am Fall der Berliner Mauer 1989 beteiligt war, kümmert er sich als ausgewiesener Fachmann um dessen Erhalt. Was die Organisatoren da geritten hat, bleibt eine echte Provinzposse.

Demos gegen Thor Steinar und Label 23 in Weissensee und Friedrichshain

Am 09.03.2013 haben rund 250 Menschen in Berlin-Friedrichshain gegen den Thor Steinar-Laden „Tønsberg“ in der Petersburger Straße demonstriert. Der Protest richtete sich auch gegen die Bekleidungsmarke „Label 23″. Die Demonstration war Bestandteil des „Aktionstag gegen Neonaziläden und rechten Lifestyle“ in Berlin.

Rund 250 Menschen haben am 09. März 2013 in Berlin-Friedrichshain mit einer Demonstration gegen den Verkauf, der bei Neonazis beliebten, Marke „Thor Steinar“ protestiert. Unter dem Motto „No Nazi Shopping! Weg mit Neonazi-Läden und rechtem Lifestyle!“ zogen die Versammlungsteilnehmer vom S-Bahnhof Frankfurter Allee zum Thor Steinar -Laden Tønsberg“ in der Petersburger Straße.

Zudem richtete sich der Protest auch gegen die Cottbusser Bekleidungsmarke „Label 23 – Boxing Connection“. Laut Demonstrations-Veranstalter vermeidet die Modemarke „Label 23“ zwar gezielt offensichtliche Bezüge zum Nationalsozialismus, bedient sich aber eben jenes rechte Klientel. Wie bei Thor Steinar, drückt die Marke „Label 23“ ihre rechte Ideologie vor allem über Kampf- und Männlichkeitsästhetik in der Motivwahl der Bekleidung aus. So verwundert es nicht, dass die Marke hat vor allem in den rechtsoffenen Teilen der Kampfsportszene und unter Hooligans einige Verbreitung gefunden hat.

Verkauft wurde die Marke u.a. in den „Door Breaker”-Filialen in Friedrichshain und Hohenschönhausen. Aufgrund des öffentlichen Drucks und den angekündigten Proteste, wurde die Marke „Label 23“ aus dem Sortiment genommen.

Die Demonstration war ein Teil des „Aktionstag gegen Neonaziläden und rechten Lifestyle“, die von der Initiative „Kein Kiez für Nazis!“ und „Initiative gegen rechts“ veranstaltet wurde. Ähnliche Proteste hat es heute vor dem Lindencenter in Hohenschönhausen und auf dem Antonplatz in Weißensee gegeben.

Kunstwerk East Side Gallery wahrscheinlich gerettet

Nachdem über 10000 Menschen zusammen mit Prominenten, wie Ben Becker und Dr. Motte, am Sonntag für den Erhalt der Mauer in Friedrichshain demonstriert haben, ist die Politik und auch der Investor eingeschwenkt auf Erhalt des Bau- und Kunstwerkes. Sogar der Regierende will sich jetzt persönlich darum kümmern, dass der Bezirk keinen Mist mehr macht. Er hat nämlich jetzt den schwarzen Peter zugeschoben bekommen, nachdem die Schuldfrage für den Abriss der Mauer am Samstag noch nicht endgültig geklärt war. Wenn der Aktionismus der Beteiligten auch bei anderen sozialen Projekten so schnell funktionieren würde, wäre man in Berlin auf dem richtigen Weg. Aber Konsens über Parteigrenzen hinweg bekommt man wahrscheinlich nur bei so prestigeträchtigen Objekten. Eigentlich schade um so viel Widerstandspotenzial!

East Side Gallery: Mauerabriss vorerst gestoppt, Montag soll weiter abgerissen werden

Heute 13.00 Uhr große Protestdemonstration

Abriss knicken – #EastSideGallery retten! Zur Demo kommen – 14:00 Uhr! #Petition von @EastsideRetten unterstützen

#EastSideGallery CastorTV Livestream Programmvorschau: 3.3.2013 – 12:00 Report – 14:00 Wall-Parade #ocamhttp://fb.me/FFNw1dTH

Seit 1 Uhr hat Petition für #EastSideGallery von @EastsideRettenbei @ChangeGER 50.000-Unterschriften-Marke erreichthttp://www.change.org/de/Petitionen/herr-wowereit-east-side-gallery-retten-keine-luxuswohnbebauung-auf-dem-ehemaligen-todesstreifen …

Investor: Abriss der East Side Gallery geht weiter http://bit.ly/14cOEb8

Völker der Welt -schüttelt den Kopf über diese Stadt! Weltweite Verwunderung über den Abriss der #EastSideGallery von BBC bis Malaysia

Berlin: East Side Gallery Retten – Wall Parade am Sonntag https://www.facebook.com/events/159017404253786/

#eastsidegallery – NEWS vom Bauherrn: „Am Montag werden die Arbeiten fortgesetzt.“

Der Einsatzleiter der Polizei hat vorerst den weiteren Abriss der East Side Gallery gestoppt. Für einen Neubau mit teuren Eigentumswohnungen sollten Teile der Open Air Ausstellung abgetragen werden. Massiver Protest entwickelte sich und wollte den Abriss verhindern. Die  Polizei weigerte sich, mit Zwangsmaßnahmen die Aktion durchzusetzen. Politisch fühlt sich zur Zeit noch niemand für den Vorgang verantwortlich. Wie das Baudenkmal Mauer an dieser Stelle erhalten werden kann, ist nicht auszumachen.

Ein Petitionsaufruf kursiert bereits seit Tagen im Netz.

Berlin Wall gallery under threat from developers – Ein Beitrag der BBC