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Griff ins Klo: Normenklatura der Linken zu Gast bei Diether Dehm

Wahrscheinlich ist es die Tradition. Und für die Traditionalisten in der Partei gedacht. Der Jahresauftakt der LINKEN findet unter der Regie vom Antisemiten-Sympatisant Diether Dehm statt und fast die gesamte Führungsriege der Partei schlägt treu und brav dazu in der Volksbühne auf. Nun wäre dass schon schlimm genug, ein Boykott der „links“ fundamentalistischen Veranstaltung wäre nach den Vorgängen und der Kritik an Dehm angebrachter gewesen. Aber es wird noch schlimmer: Unter dem Motto: „1945- Befreiung von der kapitalistischen Barberei“  wollen einige komischen Gestalten der Partei nun mit viel Prominenz feiern. Was wurde denn 1945 eigentlich noch befreit. War  das nicht die faschistische Barbarei, oder habe ich das falsch gelernt?

Wie schreibt Karsten auf Facebook dazu treffend: „Möchte wissen, wer für dieses Plakat verantwortlich ist. Dis geht gar nicht: „1945 – Befreiung von kapitalistischer Barberei“. Hallo? Die unsägliche Gleichsetzung von Faschismus und Kapitalismus hat der KPD 1933 die Existenz gekostet. Von der Verklärung der SBZ/DDR ganz zu schweigen. Das war Staatskapitalismus pur. Ein System, das zumindest in den 1950er Jahren totalitäre Züge trug. “

Und Tobias fragt: „Wann zieht endlich jemand dieses unsägliche Plakat aus dem Verkehr, bevor es noch mehr Multiplikatoren auffällt? In diesem Fall 67000 Follower und wahrscheinlich die gesamte Medienlandschaft“ https://twitter.com/sixtus/status/545257142111174656

Wie bescheuert muss man sein, einerseits regierungsfähig sein zu wollen und anderseits solche Geschichtsverfälschung eines Wahnwichtel zuzulassen und das Ganze noch zu stützen. Denken die im KL-Haus wirklich, die Mitgliedschaft ziehen sich die Hosen mit der Kneifzange an? Wie soll ich, als Parteimitglied, meiner Umgebung diese erneute Verfehlung, diesen Griff ins Klo eigentlich noch rechtfertigen und erklären.

UPDATE: „…Am Wochenende hatten mehrere Linken-Funktionäre besonders die Rolle von Dehm bei der Demonstration kritisiert. Der Abgeordnete soll Mitte Januar den Jahresauftakt der Europäischen Linken in der Berliner Volksbühne moderieren, bei dem führende Linken-Politiker von Oskar Lafontaine über Gregor Gysi bis Katja Kipping auftreten werden. In der Parteiführung gab es Diskussionen über das Motto dieser Veranstaltung „1945 – Befreiung von kapitalistischer Barbarei“. Linken-Bundesgeschäftsführer Matthias Höhn stoppte wegen dieses Mottos die bundesweite Werbung für diese Veranstaltung…“ mehr

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Höger, Groth, Hänsel: Unentschuldbar!

Es herrscht Hass in dieser Fraktion. Das hatte Gysi schon in Göttingen gesagt. Wer dachte, es hätte sich gebessert, man hät sich irgendwie zusammen gerauft, der wurde mit der öffentlich gemachten Hetzjagd auf den Fraktionsvorsitzenden eines Besseren belehrt.

Und es ist immer dieser jämmerliche Rest der Unverbesserlichen, der Verpeilten, der Dogmatiker, der Antisemitismus Unterstützenden, der konsequent antiamerikanischen und antiisrealischen Friedensfetischisten, der verschwörungsaffinen Mahnwachen- und Querfrontbefürwortler, die kontinuierlich ihr Mandat mißbrauchen, um der Partei Die Linke größtmöglichen Schaden zuzufügen.

Das Frauendeck hat wieder zugeschlagen. Die Entschuldigung vor der Fraktion und an Gregor Gysi kann nur eine Farce sein, sind sie doch Wiederholungstäter. Man kann den Schaden, den sie anrichten, gar nicht so schnell eingrenzen, wie oft und gründlich sie jede rote Linie des normalen Anstandes überschritten haben.

Das machen sie vorsätzlich und mit der Berechnung auf Aufmerksamkeit, Machtgeilheit und Verfolgungswahn. Ihre Ausfälle sind geplant und gezielt. Und es sind nicht nur die unseeligen Annette Groth, Heike Hänsel und Inge Höger, es sind auch Diether Dehm, Sevim Dagdelen und Christine Buchholz.

Sie alle schaden der Fraktion schon lange und nachhaltig, sie schaden der Partei, für sie schämt sich so manches Basismitglied. Wenn jetzt mit Recht endlich gravierende Konsequenzen gefordert sind, muss man sich fragen, welche Maßnahmen angemessen sind.

Ich bin für sofortigen Fraktionsauschluss und für den Beginn eines Parteiausschlussverfahren. Gründe dafür gibt es genügend. Das peinliche Fremdschämen, die Wut und Abscheu auf solches krudes Gedankengut innerhalb der eigenen Partei hätte endlich ein Ende.

Potemkin: „Mordanzeige als Ultima Ratio im innerparteilichen Friedenskampf“

Vielleicht haben ja die Genoss*innen von der SPD am Ende recht: Teile der Linken sind nicht regierungs- und damit koalitionsfähig. Eine Mordanzeige an die Bundesregierung von einigen üblichen Verdächtigen will die Linke weiter ins abseits treiben. Das hat Methode und schwemmt alte Brüche innerhalb der Partei an die Oberfläche.

„Nichts treibt die marginalisierte Westlinke mehr um als – in wechselnder Gewichtung – der erbarmungslose Kampf für den Frieden und die Macht in der Partei. Noch vor wenigen Tagen übte man den Schulterschluss mit der syrischen Regierung, die scheinbar in einem Abwehrkampf gegen den US-Imperialismus und den Zionismus steht, der schnell mal zum gefühlten Weltenbrand hochphantasiert wird. Flugs stellte man zusätzlich einen Forderungskatalog mitsamt Unterschriftensammlung auf, der leider nicht die Forderung danach enthielt, dass das der örtliche Diktatur doch bitte das seit zwei Jahren andauernde Abschlachten der eigenen Bevölkerung einstellen sollte. Der erwünschte, zumindest innerparteiliche, Effekt beider Aktionen dürfte für die Initiatoren eingetroffen sein. Die Reihen der westdeutschen Friedenslinken und ihrer wenigen ostdeutschen Anhängsel sind geschlossen und man kann wunderbar – mitten im Wahlkampf – die Spaltung von Fraktion und Partei vorführen. Dies hat augenscheinlich aber noch nicht gereicht….“ Der ganze Beitrag ist hier zu lesen.

Liste der Fraktionsmitglieder, die Anzeige erteilt haben.

Gregor Gysi, DIE LINKE: »Wir wollen Gleichberechtigung« Frühstück auf französsisch

22.01.2013 – Gemeinsame Sitzung der französischen Nationalversammlung und des Bundestages zum 50. Jahrestag der Unterzeichnung des deutsch-französischen Élysée-Vertrages – „Wir wollen keine Nation, die über uns steht, aber auch keine, die unter uns steht. Wir wollen Gleichberechtigung. Und wir brauchen ein demokratisches, ein soziales, ein ökologisch nachhaltiges, ein solidarisches und ein friedliches Europa der Bevölkerungen. Dafür müssen wir streiten.“

Gysis Rede im Bundestag zum Thema UMFAIRTEILEN

Neues aus „Bunte“ und „Brigitte“: Gysi bringt Wagenknecht in Position

Der Fraktionsvorsitzende der Linken, Gregor Gysi bringt über bunte Blätter die umstrittenen Lebensgefährtin von Lafontaine, Sahra Wagenknecht, für den Bundestagswahlkampf 2013 in Position. Das der Vorgang an sich schon fragwürdig ist, hat er doch mit innerparteilicher Demokratie nichts zu tun, auch die Art und Weise macht den Auftakt zum Wahlkampf nicht besser. Lafontaines Linke und Potemkin haben sich mit den Vorgängen beschäftigt.

Gysi in der Stillen Straße

Der Fraktionsvorsitzende der Linken im Deutschen Bundestag, Gregor Gysi beehrte die rüstigen Besetzer*innen der Stillen Straße mit einem Besuch ihres Kaffeekränzchens. Linke Politiker*innen geben sich im okkupiertem Haus in Niederschönhausen die Klinke in die Hand und warten mit praktischer Hilfe auf. So ist Evelyn Lämmer im Aktionsteam eine wichtige Größe, Klaus Lederer sorgte schon für das leibliche Wohl und Stefan Liebig ist sowieso fast schon Stammgast. Gregor Gysi notierte sich eifrig die Fakten und versprach einen Brief an den Bezirksbürgermeister. Die mediale Aufmerksamkeit bekam durch seinem Besuch nochmal einen kräftigen Schub. Zu hoffen ist, das diese und andere Aktionen helfen, dass der Sachstand zum Objekt Stille Straße überdacht wird und für alle Beteiligten eine gute Lösung gefunden wird. mehr