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Mauerpark: Wenn Geisel mit dem Todschlag-Argument kommt und der Bürgermob draußen bleiben muss

„Die Bebauung am Mauerpark wird den Mietpreis in die Höhe treiben und zu weiteren Verdrängungen führen. … Der Bauherr Groth ist ein Immobilienverwerter und Immobilienverwerter sind keine Wohlfahrtseinrichtungen. Es ist ja nicht so, dass städtische Wohnungsbaugesellschaften dort ein Gebiet entwickeln. Und es gibt dort sozio-kulturelle Nutzungen wie den Moritzhof, den Kletterfelsen – der Mauerpark selbst ist komplett übernutzt. Es ist bereits jetzt absehbar, dass Nutzungskonflikte entstehen werden, wenn das Wohngebiet dort steht. Die wird man nur mit dem Ordnungsamt und der Polizei lösen können. Ich weiß nicht, in welcher Stadt wir leben wollen. Wenn Geisel mit dem Totschlagargument kommt – wir brauchen Wohnungen, egal wo, egal wie teuer, egal wer baut – dann können wir uns in Zukunft jede stadtpolitische Debatte sparen.“ sagte der Linke-Landesvorsitzende, Dr. Klaus Lederer im Interview mit dem rbb und hat Recht damit.

Mauerpark is our park!

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Baiz muss umziehen-Menschenkette gesucht!

Umzug der Kultur- und Schankwirtschaft mit Hilfe einer Umzugs-Menschenkette. Kettenglieder gesucht!

Am Sonntag, 23.02. zieht die Kultur- und Schankwirtschaft BAIZ von der Torstraße in die Schönhauser Allee (Ecke Wörther Straße). Für den Umzug werden etwa 300 Menschen benötigt, die eine Kette entlang dieser 1.000 m bilden.

Mit dieser Kette sollen nicht nur Stühle, Tische und Barhocker transportiert, sondern auch ein öffentliches Zeichen gesetzt und auf die fortschreitende Gentrifizierung aufmerksam gemacht werden.

Der Wegzug des BAIZ bedeutet den Verlust der letzten alternativkulturellen Einrichtung auf der Torstraße. Zwar kann die Kultur- und Schankwirtschaft an einem anderen Ort in der Nähe weiterleben, zu viele andere kulturelle Einrichtungen und Bewohner/innen hatten und haben diese Chance jedoch nicht. Freiräume gehen weiter verloren.

Wir wollen uns nicht damit abfinden, dass verschwindet, was den Kiez auszeichnet und lebenswert macht. Wir bleiben alle! Und das zeigen wir mit einer Menschen-Umzugs-Kette!

Wann: Sonntag, 23.02.2014, 15:00 Uhr
Wo: BAIZ, Christinenstraße, Schwedter Str.
Schönhauser Allee bis zur 26A, neues BAIZ

Kälte Nothilfe wehrt sich gegen Zwangsräumung

Die Kälte Nothilfe ( Volksinitiative ) - Berlin, GermanyDie Kälte Nothilfe mobilisiert für den 23. Mai ab 8.00 Uhr in die Sprengelstraße 46, um gegen die Zwangsräumung zu demonstrieren. Die beliebte Auffangstation für Obdachlose soll nach dem Willen der GESOBAU und des Bezirksbürgermeisters Hanke geschlossen werden. Mehr Information über die Volksinitiative, über Aussagen von Hanke und über die Aktionen am 23. Mai findest Du hier. (auch interessant: die Satzung der Wärme mit Herz-Stiftung)

Livestream, Pressekonferenz und mehr.

Vertreibung in Berlin geht weiter: YAAM MUST SURVIVE!

Und wieder ein bedrohtes Projekt:

Das YAAM hat eine Kündigung erhalten und seine Existenz ist konkret bedroht. Zeigt eure Solidarität für den Erhalt des YAAM und kommt alle heute (Freitag, 12.10.) gegen 13:30 Uhr VOR das Rathaus Kreuzberg (Yorckstr. 4-11)!

Yaam erklärt: “

Das YAAM hat eine Kündigung erhalten aber nicht von HochTief.
Morgen (12.10.) findet keine Demo im YAAM statt, sondern eine Pressekonferenz im Rathaus Kreuzberg.

Seit Wochen gibt es Gerüchte, das multikulturelle Projekt YAAM könnte das nächste Opfer des Immobilienbooms am Spreeufer werden.
Nun musste der Vorstand des YAAM Kult e.V. (http://www.yaam.de/) mitteilen, dass sich die Gerüchte bestätigt haben. Die Existenz des YAAM ist bedroht, und zwar – zu unserer völligen Überraschung – sehr kurzfristig.

Wir bitten alle YAAM Freunde sich morgen
Fr. 12.10. gegen 13:30 Uhr VOR dem RATHAUS KREUZBERG, Yorckstr.4-11. einzufinden, um Solidarität mit dem YAAM zu zeigen.

Im Moment können wir nicht mehr sagen, weitere Infos gibt es dann nach der Presseerklärung !!!“

#WBA: Bilder von der Krachdemo

…und ein erster Bericht und noch mehr Bilder

Mauerpark: Nach der Sternstunde kam das Demokratie-Desaster

Ich dokumentiere die Ausführungen der Mauerpark-Stiftung „Weltbürgerpark“ von ihrer Facebook-Seite, wo noch einmal schön zusammen gefasst wurde, was am 13.9.alles so passierte und welche Konsequenzen das haben kann. Ein erschütterndes Bild von Stadtplanung, Stadtentwicklung und Mitbestimmung:

die Finsternis des UNsterns obsiegte am 13-9-12 nach jener STERNSTUNDE vom 13-8-12 ( http://wp4r.ch/STERNSTUNDE  ) – das DESaster für den MAUERPARK trat wie erwartet ein – der antidemokratische Staatsstreich wurde demokratisch abgenickt: ein Begriff, der die Bezeichnung Demokratiesimulation verdient.
http://www.berlin.de/ba-mitte/bvv-online/vo020.asp?VOLFDNR=5032  offenbar “ergänzt unter 1 (ii) durch Hinweis auf Erbbaurecht.” Quelle: https://twitter.com/andicisch/status/246541554779557888
Fotos dazu: https://plus.google.com/photos/110793514285957432259/albums/

und die ersten Eindrücke:

http://www.gleimviertel.de/archives/5026
https://linkespankow.wordpress.com/2012/09/13/mauerpark-bvv-mitte-stimmt-mit-2419-fur-die-bebauung/
wir haben den Verantwortlichen, den BVV-Abnickern der Spallek-Junta den Schuh gezeigt: http://twitter.yfrog.com/nqqawj  eine gute Geste gegen Demokratie-Feinde, ursprünglich aus der Arabellion الربيع العربي , die nicht erst zur Anwendung kommen sollte, wenn Tote zu beklagen sind (oder ein Augenlicht wie bei #Stuttgart21 ), was ja offenbar der PBN-Kommentator Thomas Trappe bornierterweise für richtig hält: http://prenzlauerberg-nachrichten.de/politik/_/auf-sie-mit-gebrull-17895.html  – dazu später noch mehr.

Wer die Verantwortlichen für das nun KOMMENDE sind, werden wir noch mit Namen veröffentlichen – sie sind in diesem Personenkreis zu finden und anzuprangern:https://plus.google.com/u/0/110793514285957432259/
Mitverantwortlich sind allerdings auch die GRÜNEN, die Frank Bertermann nicht überzeugen konnte vollzählig zu dieser historischen Abstimmung zu erscheinen – wäre ihm das gelungen, wäre der Mauerpark 25:24 GERETTET worden! Anwesend waren ja sechs Linke und die verbleibenden vier Piraten: Pirat Christopher Lang @ABS0LEM hat sogar eigens einen TV-Auftritt bei Beckmann/ARD abgsagt – seine Stimme wäre die entscheidende gewesen hätten die Grünen mitgespielt !!!

Schikanen (ein Teil davon im Folgenden), Respektlosigkeit (auch Kinder verdienen Respekt, Herr RAUSkolb!) und zynisches Demokratieverständnis von Bezirksverordneten bildeten die Signatur dieses nicht nur für den Mauerpark so verhängnisvollen 13.September 2012: „SO NICHT!“ dröhnte es CDU-Mann Reschke auf die Frage, “wollen Sie nicht dass der Mauerpark fertiggestellt wird?” entgegen. Sein 1984-Neusprech Fertigstellung=Bebauung wurde durchschaut . Der Moritzhof, links auf dem Plakat, soll nun regelrecht eingesargt werden – der BIN-Berlin-Artikel „Berlin-Mitte: wird die BVV das abnicken? 5x Marthashof im Mauerpark! wer könnte darüber hinwegsehen?“ endet mit den Worten „Es werden vielleicht doch nicht nur die Anwohner und der Moritzhof sein, die über diese Betonberge nicht hinwegsehen können.“ http://bin-berlin.org/wp/?p=1648
Wem das Plakat „(K)eine Nord-Bebauung der wertvollsten Fläche für die Mauerpark-Erweiterung“ gehört, wissen wir nicht: es ist eine Fundsache aus dem Nachlass der Demo, eine der widerlich-schikanösen Platzkarten wurde darauf abgelegt, über die in den Prenzlauer Berg Nachrichten diese Anekdote zu lesen ist: „Burgfrieden also bei der Sitzungssuche. Erwartungsgemäß war davon schon wenig später zu spüren, genauer gesagt schon am Einlass. Dort bat ein geladener Gast – um genau zu sein, sichtlich geladen -, die eintretenden Gäste darum, „sämtliche negativen Erlebnisse vorne zentral zu melden“; vorne bei den Demo-Organisatoren. „Das werde ich tun, meine Kinder werden am Einlass diskriminiert.“ Sicher ein Wortwechsel, der selten bei einer Bezirksverordnetenversammlung zu hören ist.“ http://prenzlauerberg-nachrichten.de/politik/_/mauerpark-17894.html

Dass von den PBN auch der bislang dümmste Artikel zur Mauerpark-Problematik kam ist Fakt (Link siehe oben). Vielleicht stellt sich diese Schreibkraft auch nur dumm, wenn sie diametral verdreht: „Chancen, dass ihre Kompromissideen Gehör finden, gibt es kaum – wegen der Radikalen, die ihre Proteste vereinnahmt haben.“
Nachtigall ick hör dir TRAPPEsen – mir SCHWANt da, dass diesem Geschwurbel Herr SCHWÖRBEL, die Richtung vorgegeben haben könnte: http://www.prenzlauerberg-nachrichten.de/autoren/_/schwoerbel.html .
Von wem dazu Applaus kommt zeigen die PBN-Retweets: https://twitter.com/prenzlette/status/246544866551672832 – einem der seit langem „sozialdemokratische“ Positionen in der Mauerpark-Frage vertritt haben wurde trefflich geantwortet: „@alexpuell wir kommen wieder? Wer?Du mit allen drei Krügers? Dein Applaus für die Indolenz der @prenzlette Schreibkraft #epicFAIL #MAUERPARK “ https://twitter.com/BinBerlinerIn/status/246583667542069248

P.S.: mit Spannung warten wir auf diesen ND.Artikel: Der Mauerpark wird zugebaut: Bezirksparlament in Mitte beschließt, die Interessen einer Immobilienfirma zu hofierenhttp://bit.ly/TSPqJy https://twitter.com/

#StilleStraße: „Chronologie einer Beschlussempfehlung“

Die Prenzelberger Stimme hat einen äußerst amüsanten und polemischen Artikel veröffentlicht, der mit seiner Überzeichnung einiges an parteipolitischem Gekungel und Gemauschel aufzeigt, wie sich so manche Akteure blamieren und weitreichende Inkompetenz im Komunalbereich dargestellt wird. Wenn das Thema nicht so ernst wäre, könnte man es unter Satire und Schildbürgertum abtun. Leider oder dringend muss eine für alle Seiten vernünftige Lösung her, die verloren gegangene Glaubwürdigkeit wenigstens in Teilen wieder herstellen könnte. Hier nun  der Beitrag.