Schlagwort-Archive: Rassismus

Nafris sind frauenfeindlich und kriminell, Bullen haben kleine Pimmel, alle!

Ich würde ja als Nazi durchgehen. Meine Haut verbrennt nach den ersten Sonnenstrahlen, bin oft kahl rasiert und „leicht“ übergewichtig. Für mich wäre in der Silvesternacht am Kölner Hauptbahnhof bei der Rassenselektion der Polizei wahrscheinlich Tor 1 aufgegangen. Also: Miezen klar machen und Broschen abschleppen. Und feiern.

Nun bin ich kein Nazi, sondern eher ein linksversiffter Homo. Und verfassungsfeindliche Tatoos fehlen mir ebenso, wie ein Stiernacken. Aber wenn man mich nicht kennt? In Köln war ich auch nicht.

Junge Männer mit dunklen Augen, schwarzen Haaren und pigmentreicher Haut hatten es an diesem Abend etwas schwerer. Für sie öffnete sich Tor 2. Das hiess, Personalienkontrolle und Platzverweis. Oder wie Flachzange Draeger sagen würde: Der Zonk.

Dabei wollten sie doch nur Miezen klar machen und Broschen abschleppen. Oder einfach das neue Jahr feiern. Aber sie gelten halt per Geburt als frauenfeindlich und kriminell. Ihnen ist die Bereitschaft zur Vergewaltigung mit in die Wiege gelegt worden.

Der Bulle an sich ist ja eher ein rechtslastiger Vollpfosten, hat eine Linken-Phobie, Hang zum Sadismus und Gewaltbereitschaft und kann in Notsituationen auf seine rassistischen Ressentiments zuruekgreifen. Und Bullen haben kleine Pimmel. Alle! Uebrigens, Bulle muss man nicht sein, das sucht man sich aus.

Der Artikel ist von der Freiheit der Satire gedeckt.

Der grüne Stadtrat Kirchner und sein rassistischer Moment

Man kennt ja seine volkstümliche Art, im Pankower Berlinerisch über Stadtentwicklung zu philosophieren. Man weiß um seine Bauernschläue und seine billigen Taschenspielertricks, um Bürgerinitiativen auszugrenzen, demokratische Mitbestimmung zu unterbinden und der Immobilienwirtschaft den Weg frei zu räumen.

Der Mann, der sich vermutlich für höhere Ämter „empfiehlt“ hat schon soviel Schaden angerichtet, das weder sein derzeitiges Amt, noch andere verantwortungsvolle Funktionen von ihm weder den Bürgerinnen und Bürgern noch der Stadtgesellschaft zuzumuten wäre.

Das er im Zusammenhang vom Abriss eines Gebäudes auf dem Gelände seines Duzfreundes Gerome gegenüber der Prenzlauer Berg Nachrichten von „halb Rumänien“, die sich angeblich im Haus eingenistet hätten und dort Partys veranstalten, spricht, eröffnet eine ganz neue Seite des Grünen Stadtrates.

Wen meint er eigentlich damit? Sind es etwa Menschen aus Südosteuropa, die sich illegal auf dem Gelände aufhalten und den ethnisch gesäuberten Prenzlauer Berg stören? Oder sind es gar Romas, die man ja noch zu DDR-Zeiten Zigeuner genannt hat? Wie auch Fitschis, Kanaken und Polaken geläufige Begriffe waren. Daran wird sich der Bürgerrechtler von Bündnis 90, bevor er die Seiten gewechselt hat, noch erinnern können.

Stammtisch konnte Kirchner immer. Wen er aber hier mit seinem grobschlächtigen Duktus bedienen will, kann nur geahnt werden.

Vielleicht sind es die 20 % Afd-Wähler des Thaelmannparkes, die er damit ansprechen will, oder gar die Rassisten und Faschisten vom Antonplatz bis Buch, um die Wählerklientel der Grünen zu erweitern.

Jedenfalls ist es völlig daneben gegriffen und nur das Bedienen rassistischer Ressentiments, die ihn sicher nicht als Stadtrat, schon gar nicht als Bezirksbürgermeister oder als Bad Boy in einem r2g-Senat irgendwie qualifizieren könnten. Dann doch lieber Stammtisch!

Internationale Woche gegen Rassismus: Ein Beitrag aus Sachsen

Quelle PEGIDA#watch:

++Anti-Asyl-Fasching in Reinhardtsdorf – ‚Diskutable Meinungen‘ in Sachsen++ http://goo.gl/nch6zI

„Die sächsische Provinz befindet sich einmal mehr aus unangenehmen Gründen in den bundesweiten Schlagzeilen. Von dem, am 14.02. durchgeführten „Anti-Asyl-Fasching“ des Reinhardtsdorfer Karnevalsclub e.V. sind sowohl im Tagesspiegel.de, der Sächsische Zeitung als auch der Bild-Zeitung abstoßende Bilder aufgetaucht, die zeigen, was man in Sachsen mittlerweile alles folgenlos öffentlich äußern darf.
Die gesamte Veranstaltung war geprägt von widerlichsten rassistischen ‚Scherzen‘, was nicht verwundert zieht man in Betracht, dass die NPD in diesem Wahlkreis 2014 16,1 % der Wählerstimmen bekam.
Bezeichnend ist, dass ausgerechnet in der internationalen Woche gegen Rassismus (http://goo.gl/MgAtUZ) das sächsische Hinterland mit solchen Geschichten auf sich aufmerksam macht. So sieht also der Reinhardsdorfer Beitrag zum Thema Rassismus aus.

Viel verstörender ist, dass dem regierenden Bürgermeister des Ortes, Olaf Ehrlich (parteilos) nur Folgendes dazu einfällt:

„Sicherlich war das bitterböser Humor auf Kosten der Asylbewerber. Aber wer will zensieren, was als Satire gerade noch erlaubt ist und was nicht?“, fragt er. Von zwei Dutzend Bildern waren aus seiner Sicht zwei, drei grenzwertig. Wären sie klar menschenverachtend gewesen, hätte er sie ausgeschlossen.

PEGIDA#watch: Wie bitte Herr Ehrlich?! Wer solche Bilder als ‚Satire‘ empfindet, für den scheint Nazipropaganda nichts weiter als ein Scherz zu sein. Solche menschenverachtenden ‚Scherze‘ zu verharmlosen ist nicht nur verantwortungslos, sondern spricht auch Bände darüber, was in Sachsen offenbar salonfähig geworden ist. Demnächst sind Übergriffe auf Refugees dann sicher wieder „Dumme-Jungen-Streiche“.
Wen solche Bilder angesichts der politischen Lage nicht alarmieren, dem ist nicht mehr zu helfen!
Gerade in der internationalen Woche gegen Rassismus ist eine Debatte zu dem Thema in der sächsischen Zivilgesellschaft offenbar mehr als überfällig!“

Gemeinsam gegen Rassismus und soziale Ausgrenzung #NoBärgida #NoRacism

„Das Aktionsbündnis „No Bärgida“ ruft für den kommenden Montag zu einer Kundgebung am Hauptbahnhof gegen den Berliner Pegida-Ableger Bärgida auf, der dort erneut aufmarschieren will.

Pegida ist eine deutlich rassistisch und nationalistisch geprägte Bewegung. Hinter vielen Pegida-Ablegern, auch dem in Berlin, stehen rechte Parteien und Neonazistrukturen. Sie schüren Hass, Spaltung und
Entsolidarisierung in der Gesellschaft. Lasst uns gemeinsam verhindern, dass diese menschenverachtenden Ansichten ungestört auf den Straßen Berlins vertreten werden können, indem wir uns den Aufmärschen von Bärgida entschlossen, kreativ und gemeinsam entgegenstellen.

2014 gab es deutschlandweit mindestens 150 Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte – dreimal so viele wie im Jahr 2013. Und pro Monat gab es mindestens sechs körperliche Übergriffe auf Geflüchtete. Berlin nimmt dabei mit 20 Angriffen in den letzten Monaten des
vergangenen Jahres den traurigen Spitzenplatz ein. Die tatsächliche Anzahl rassistischer Angriffe dürfte allerdings noch weit darüber liegen.

Die zunehmende rassistische Gewalt nimmt für viele Menschen ein real lebensbedrohliches Ausmaß an.

Wir fordern dazu auf, die Ängste der Menschen, die von rechter und rassistischer Diskriminierung, Ausgrenzung und Gewalt betroffen sind, endlich ernst zu nehmen. Statt Panikmache und Abschottungg fordern wir
ein gesamtgesellschaftliches Umdenken – gegen Rassismus und soziale Ausgrenzung, für eine solidarische Gesellschaft.

Auch in Marzahn und anderswo in Berlin marschieren die Nazis Woche für Woche gegen Geflüchtete. Auch hier braucht es weiterhin Gegenproteste und -aktionen. Achtet auf Ankündigungen und tut euch mit euren
FreundInnen zusammen. Wir haben bereits geschafft, dass die Nazis immer weniger werden – jetzt lasst uns ihnen endgültig den Spaß an ihren Aufmärschen verderben!

Treten wir gemeinsam nicht nur den RassistInnen von Bärgida & Co entschieden entgegen, sondern erteilen Rassismus und Ausgrenzung eine eindeutige Absage! Kommt Alle!“

http://nobaergida.blogspot.de/

Rechtsruck bei Jauch

Jauch versuchte sich mal wieder an einem Sonntagabend in Sachen Journalismus, obwohl er seit Jahren nur an dessen Bodensatz kratzt und keine Ahnung von politischer Auseinandersetzung hat. Er sollte heute die Lügenpresse repräsentieren und als Erster einen Pegida-Verantwortlichen interviewen. Das sollte dann wahrscheinlich Quote bringen, mutierte aber stattdessen zu einer rechtspopulistischen Propagandashow mit einer dreisten Unausgewogenheit. Man konnte zur Ansicht kommen, nicht nur Pegida, sondern die AfD oder Schlimmeres hätten der Jauch-Redaktion Gästeliste, Zuschauerauswahl und Fragen diktiert.

Frau Oertel war also die Frau des Volkes, die zusammen mit dem unsäglichen Bachmann Pegida organisiert. Sie bekam auch gleich den Raum und die Zeit, sich dementsprechend in Szene zu setzen. Weichgespühlte Fremdenfeindlichkeit mit der gehörigen Potion der zweifelhaften Distanzierungen von Nazis und Rassisten blieben erwartungsgemäß unwidersprochen. Bei in sich widerspüchlichen Aussagen wurde nicht nachgehackt, Jauch wirkte völlig unvorbereitet.

Dann kamen die weiteren Gäste. Von Thierse sollte also die kritisch-linken Geschosse gegen Pegida kommen. Doch dieser hatte sicher seine rhetorischen Sternstunden schon lange hinter sich gelassen, sein Schwert war stumpf, seine Argumentationen fanden nicht ihr Ziel. Beim Schwaben-Bashing im Prenzlauer Berg fand ich ihn pointierter. Übrigens Buschkowsky oder Sarrazin hätten heute abend einfach besser gepasst. (Achtung Ironie!)

Wer hätte gedacht, dass der sich als pseudo-weltoffen und super tolerant gebende CDU-Mann Spahn noch die kritischsten Fragen Richtung Oertel stellte. Zumindest versuchte er aus seiner reaktionären Weltsicht wenigstens Etwas aus dem Pegida-Programm zu entlarven.

Damit war es mit dem Gegenwind schon vorbei. Was hat sich die Redaktion nämlich dabei gedacht, zur Unterstützung der Fremdenfeindlinge auch noch AfD-Gauland (der Name ist Programm…) einzuladen. Damit er seine, man könnte auch sagen, völkischen Propaganda unters Volk schütten kann?

Doch das war noch lange nicht der Gipfel. Denn den setzte der Chef der sächsischen Landesbehörde für politische Bildung, Richter. Er war an diesen Abend nicht nur Steigbügelhalter einer versteckt rassistischen Propaganda, sondern gefiel sich als Eiferer rechtsradikaler Ideen und Sympatisant von Fremdendfeindlichkeit. Er will mit Steuergeldern Pegida ein größeres Podium bereiten. Da wurde mir Einiges klar über Sachsen und Dresden. Der Sumpf ist viel tiefer.

Die Zuschauer müssen auch handverlesen gewesen sein, applaudierten sie nur, aber dafür ausgiebig, bei Afd- und Pegida-Parolen. Unfassbar, wie tendeziös und einseitig hier sogenannte massenkompatible Politik betrieben wurde, wie dem Rassismus und der Fremdenfeidlichkeit ein breites Podium gewährt wurde und wie radikal Gegenmeinung ausgespart und die weltoffene und tolerante Öffentlichkeit ausgesperrt wurde.

Das nächste Mal kann Jauch ja mit der NPD über Flüchtlinge und Homosexuelle reden. Weit war er diesmal davon schon nicht entfernt.

Neues aus Dresden (2)

Mit Drohungen in Internet und asylfeindlichen Schmierereien wurde in Dresden-Laubegast ein Flüchtlingsheim verhindert.

„Im örtlichen Hotel „ Prinz Eugen“ sollten 94 Asylbewerber einziehen. Das hatte der Besitzer der Stadt angeboten. Nun zog er seine Offerte jedoch wieder zurück – nachdem er im Netz mit Gewalt bedroht und die Hotelwände mit fremdenfeindlichen Parolen beschmiert worden waren. Konkret nannte der Hoteleigentümer den massiven Widerstand aus der Bevölkerung und dem näheren Umfeld als Grund für seinen Rückzug.“ Der ganze Beitrag

Fragen eines lesenden Arbeiters an die #PEGIDA-Demonstranten

Quelle: No Fragida

„Wenn Ihr Angst vor den Mörderbanden des IS habt,
warum demonstriert Ihr gegen die Menschen,
die vor diesen fliehen müssen ?

Wenn Ihr Angst vor den Mörderbanden des IS habt,
warum seit Ihr nicht solidarisch mit den Menschen in
Kurdistan, die diese Mörderbanden bekämpfen ?

Wenn ihr nicht mehr wollt, das Frauen unterdrückt werden,
warum schürt Ihr den Hass gegen MuslimInnen, statt
den mutigen Kampf der PYG KämpferInnen zu unterstützen ?

Wenn Ihr nicht mehr wollt, das Menschen aus unsatten und
lebensbedrohlichen Verhältnissen in unser Land fliehen müssen,
warum demonstriert Ihr nicht gegen die Verursacher dieser
Verhältnisse ?

Wenn Ihr Angst vor der Dominanz einer Religion habt,
warum demonstriert Ihr nicht für die Trennung von Kirche
und Staat ?

Wenn Ihr Angst um euer Häuschen, um euren Job und
wenn Ihr Angst vor dem kommenden Börsencrash habt,
warum demonstriert Ihr gegen die Schwächsten der Schwachen,
statt ein gutes Leben für ALLE Unterdrückten zu fordern ?

Wenn Ihr Angst vor den Menschen habt, die Ihr nicht kennt,
warum sprecht Ihr nicht mit diesen ?

Wenn Ihr keine Faschisten seid, warum demonstriert Ihr nicht
für ein Verbot aller faschistischer Organisationen und
verhindert, das sich diese wieder Gehör im öffentlichen Raum
verschaffen ?

Wenn Ihr keine Rassisten seid, warum reproduziert Ihr immer und
immer wieder rassistische Parolen ?

Ist euch bewußt, das der Mensch deshalb ein Mensch ist,
weil er sich jederzeit entscheiden kann, ob er ein
Arschloch sein will oder nicht ?

Wenn Ihr nicht wollt, das euer schönes Abendland untergeht,
warum in drei Teufels Namen tut Ihr dann alles für seinen
Untergang?“